Verbund-Sicherheitsglas (VSG)70

"Bei der Herstellung von Verbund-Sicherheitsglas werden zwei Glasscheiben mittels einer PVB-Folie (Polyvinylbutyral) laminiert. Bei einem möglichen Bruch des Glases bleiben die Bruchstücke an der Folie haften und bieten damit einen hohen Verletzungsschutz. Ein weiteres herausragendes Merkmal von Verbund-Sicherheitsglas ist seine so genannte Resttragfähigkeit, d. h. die Fähigkeit, auch noch im Fall von Glasbruch Lasten aufnehmen zu können. Das Zusammenfügen der Glasscheiben erfolgt in einem geschützten Raum, in dem eine PVB-Folie (eine Einlage aus dehnbarem Kunststoff, das Polyvinylbutyral) auf eine der beiden Glasscheiben ausgerollt und auf die benötigte Größe zugeschnitten wird. Anschließend wird die Folie mit der anderen Scheibe bedeckt. Das verbundene Glas kommt nun in einen Kalander und wird auf ca. 100 °C erhitzt. In Abhängigkeit von der Glasdicke drücken die zwei Walzen des Kalanders die Platten zusammen. Hierbei werden im so genannten Vorverbund die Scheiben mit Hilfe der PVB-Folie miteinander verklebt. Feinste Lufteinschlüsse lassen das Glas noch milchig-trüb erscheinen. Um einen vollständigen Verbund zwischen Glas und Folie und das Herausleiten der Blasen zu erreichen, wird das Glas noch einmal für mehrere Stunden, abhängig je nach Aufbau der Verbundverglasung, in einem beheizten Druckbehälter (Autoklav) bei ca. 120°C und ca. 14 bar Druck gelagert. Anschließend sind Glas und Folie transparent miteinander verbunden."


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